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Wann wird Semantische Suche zum Standard?

Wann wird Semantische Suche zum Standard?

Semantische Suche als Ziel zukünftiger Innovationen

Es gibt eine lange Liste von fehlgeschlagenen Versuchen die heutigen Suchmaschinen, wie GoogleBing und Yahoo! durch neue, teilweise ungewöhnliche Suchalgorithmen zu verbessern oder zu erweitern. Im Zentrum der Suchmaschinen-Technologie steht der Nutzer, der sein Suchverhalten über die Jahre hinweg stark verändert hat. Auch Google mit einem Marktanteil von fast 70% weiß, dass es mit Google Now, Spracheingaben und immer besseren mobilen Suchangeboten noch lange nicht das Optimum an Suchalgorithmen-Technologie erreicht hat. Fast unbemerkt hat Microsoft mit seiner Suchmaschine Bing schon in einigen Bereichen zeigen können, wo zukünftige Innovationen greifen könnten.

Semantische Suche und die Zukunft der Suche

Tim Berners-Lee wird seit Jahren nicht müde, etwa auf TED Konferenzen immer wieder von der nächsten Stufe des Internet zu sprechen: Dem Semantischen Web. Einer seiner Lieblingsthesen beschäftigt sich mit der Aussage: „It´s all about data!“. Während das World Wide Web grundsätzliche eine Möglichkeit bietet, Daten miteinander zu vernetzen (Hyperlinks), zeigt das Semantische Web einen Weg auf, Informationen auf der Ebene ihrer Bedeutung miteinander zu verknüpfen. Tim Berners-Lee spricht gerne von Anwendungen, die das Semantische Web leisten könnte, wie etwa eine automatische Führung eines Reise- und Terminkalenders, das automatische Erkennen von Kalenderdaten und dazugehörigen Dokumenten (wie etwas eine Agenda für eine Besprechung) und vollautomatischen Reisebuchungen an Hand von bestimmten Lieblingskriterien. Dies betrifft auch grundsätzlich die Art der Kommunikation von Mensch und Maschine. Daten, Inhalte und darauf folgende Prozesse miteinander automatisiert verbinden zu lassen und daraus Aktionen abzuleiten. Schon vor über 10 Jahren versuchte man mit Data-Mining Methoden Marketing, Vertrieb und Marktforschung zu verbessern und daher besser auf Kundenwünsche einzugehen oder solche überhaupt zu erkennen.

Semantische Suche und das Internet der Dinge (Internet of Things)

Haben Sie sich nicht auch schon einmal gewünscht mit einem Computer so zu sprechen, wie in den Kultfilmen von Star Trek? Genau diese Interaktion, die durch Fragen (Mensch) und Antworten (Maschine), aber auch durch intelligente Hinweise und Problemlösungsansätzen von Seiten der Informationstechnologie fasziniert, könnte in naher Zukunft durch den Aufbau von semantischen Graphen über Big Data Strukturen Realität werden. Sobald dies geschieht, werden Suchmaschinen Antworten auf Anfragen liefern, die auch im Frage-Kontext des jeweiligen Anfragenden stehen. Einige Unternehmen der Suchmaschinen-Branche sind auf dem richtigen Weg , aber viele haben noch zu verstehen, was semantische Technologie bedeutet, und wie sie davon profitieren können.

Google und Microsoft Bing als Vorreiter der semantischen Suche

Die Art und Weise, wie wir als Menschen suchen unterscheidet sich dramatisch, darum spielen semantische Technologien gerade in der Übergangsphase von klassischer Suche hin zu einer mehr intelligenten Suche eine große Rolle. Google und Microsoft Bing sind zwei Beispiele im Bereich der Suchmaschinen, die durch Einbeziehung semantischer Suchtechnologien inzwischen bessere Suchergebnisse bei einer komplexen Suche liefern können. Doch warum benötigen wir inzwischen solche semantischen Technologien? Dies liegt daran, dass die gespeicherten Datenmengen ständig zunehmen, teilweise mehrere dieser Big Data Datenbanken mit kontextorientierten Verknüpfungen untereinander arbeiten und auch Wissensgraphen Einzug in diese teilweise vollkommen unstrukturierten Datenmengen gehalten haben. Google Knowledge Graph und Microsofts Satori sind Projekte solcher Technologie. Google nutzt Wissens-Graphen, um die semantischen Beziehungen zwischen Menschen, Orten, Objekten und Absichten zu beschreiben. Dieses semantische Netzwerk enthält derzeit 570 Millionen Objekten und über 18 Milliarden Fakten über Beziehungen zwischen den unterschiedlichsten Objekten, um daraus die Bedeutung zu extrahieren, falls an diese Systeme Anfragen in Form von Fragen gestellt werden.

Das Ziel der semantischen Suche heißt daher Antworten auf komplexe Fragestellungen zu geben. Interessant wird es daher sein, was Marktforscher, Marketing-Spezialisten aus diesen neuen Möglichkeiten machen werden oder anders ausgedrückt, was wohl zukünftig alles so an Fragen an solche Systeme gestellt werden wird.

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