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Apple iOS 9: Drastisches Umdenken für Mobile Marketing gefordert

Apple iOS 9: Drastisches Umdenken für Mobile Marketing gefordert

Überall können wir derzeit lesen, dass Mobile Advertising starkes Wachstum aufweist. Kaum hat man sich an diese neue Marketing-Methode gewöhnt, verschiebt Apple diese Online-Marketing Methode in Richtung eines „verhaltensgesteuertes Modells„. Nur eine kurze Pressemitteilung in Bezug auf das kommende iOS 9 war es Apple wert, dies bekannt zu manchen. Allerdings mit großen Konsequenzen für die Platzierung der eigenen Werbemittel.

Ad-Blocking, Deep Linking und die Fluid-App Suche in iOS 9

Apple denkt in Richtung einer personalisierten und interessensgesteuerten Platzierung von Werbemitteln, insbesondere bei der Websuche und in Apps auf dem iPhone bzw. unter iOS 9. Warum?  Fast unbemerkt dringen Technologien, wie Siri, Google Now, Cortana und Watson in unser tägliches (Online-)Leben ein und analysieren alle unsere Aktivitäten und Interaktionen, die wir mit Apps, Webseiten und Dokumenten täglich als Spuren im Web hinterlassen. Diese Masse von Daten lassen sich hervorragend dahingehend nutzen, um optimierte Werbung einzublenden. Wir müssen uns wohl daran gewöhnen, dass Siri und ihre nahen Verwandten bald besser wissen, was wir wirklich suchen, als wir selbst. Auch Amazon setzt enorme Ressourcen ein, um das Kauferlebnis noch besser online zu gestalten. Alle Großen der Online-Branche (besser E-Commerce Branche) verlagern daher die Priorisierung auf die Kundenbindung durch Big Data Analysen der Bewegungs- und Klickprofile.

Deep Linking wird daher zukünftig iPhone-Nutzer als Fähigkeit von iOS 9 präsentiert, selbst innerhalb einer App Inhalte, Dokumente und Ereignisse aus z.B. Kalender-Inhalten mit Werbung zu verknüpfen – praktisch eine Google-Suche innerhalb der App durch die Analyse der Interaktion des Nutzers. Damit lassen sich auch komplexe Werbeangebote darstellen, wie z.B. nach Eingabe eines Suchbegriffs, wie London, gleich auf touristische Veranstaltungen, Hotelangebote oder Buchung von Restaurants zu verlinken oder besser personalisierte Angebote zu erstellen und mit einem Klick zu buchen bzw. zu kaufen.


Konzentrieren Sie sich auf Relevanz, nicht auf das Verkaufen

Apple ist nicht das einzige Unternehmen, das Deep Linking zukünftig auf ihren Plattformen einsetzen wird. Google und Facebook haben ähnliche Funktionalitäten in ihre Ökosystem implementiert und erhoffen sich dadurch eine viel stärkere Steuerung (auch der eigenen Einnahmen) über diese Technologie. Auch möchte man da schon gar nicht mehr nur von Technologie sprechen, sondern von der Interaktion mit künstlichen Intelligenz-Systemen und KI-Avataren. Versprochen wird weiter, dass sich durch den Einsatz dieser Methoden,  Spam enorm reduziert und irrelevante Suchergebnisse einfach nicht mehr erscheinen.

Damit wird Apple selbst zum Vermarkter von Werbeangeboten (Ads) und Konkurrent zu Google´s AdWords und AdSense. Ebenso bedeutet dies, dass sich auch das reine Volumen von Suchmaschinen-Anfragen hierdurch stark reduzieren wird, was einen Frontalangriff auf Google bedeutet.

Die (faule) Werbeindustrie muss umdenken

Auch will Apple unter iOS 9 gleich auch noch einen Werbeblocker zur Verfügung stellen, der es iOS Entwicklern gestattet, Werbeeinblendungen, Cookies, Bilder und Popups zu blockieren. Denken wir an die Diskussion in Deutschland, den Versuch der Werbeindustrie Werbeblocker zu verbieten, so können wir heute schon davon ausgehen, dass die Werbeindustrie hier komplett umdenken muss. Vorbei sind die Zeiten, der blickenden und für viele Nutzer „nervigen“ geschickt platzierten Popups. Apple geht hier konsequent den Weg hin zu einem Anbieter einer Plattform, die durch die Analyse der Daten und des Verhaltens wohl in Zukunft (und diese dürfte bereits im September 2015 beginnen) bessere Angebote platzieren kann, wie derzeit spezialisierte (Online-)Werbeagenturen.

Fazit: Das Jammern wird groß sein in der Branche, die aus meiner Sicht faul geworden ist, überhaupt neue Ideen zu entwicklen, da man sich ja auf Google und die (Online-) Marketing-Budgets der Unternehmen verlassen konnte. Wir vertreten die Meinung schon seit einiger Zeit, dass die Zeit der Werbebanner und Popups schon lange vorbei ist. Daher setzen wir bei MCO auf Influencer-Marketing und vollkommen neue Methoden im Content-Marketing.

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